Das Badezimmer im Wandel der Zeit

Blickt man mehrere Jahrhunderte zurück, so war ein Badezimmer, wie wir es in der heutigen Form kennen, undenkbar.
Am Beginn gab es für die, die es sich leisten konnten, große Badeanstalten. In der Römerzeit dienten diese aber nicht nur der Hygiene, sondern es war auch ein Ort des Zusammentreffens zum Meinungsaustausch und für politische oder auch philosophische Gespräche. Dementsprechend war es nur Männern vorbehalten, solche Badeanstalten zu besuchen und je nachdem, welche Unterhaltungen geführt wurden, konnte so ein Besuch auch einen ganzen Tag dauern.
Das gemeine Volk und die ärmeren Schichten mussten sich sehr lange Zeit mit der Prozedur des primitiven Waschens begnügen. Dazu verwendete man eine Waschschüssel, einen Wasserkrug und mit einem Lappen wurden die wichtigsten Stellen des Körpers gereinigt.
Es hat abermals viele Jahre gedauert, bis es üblich wurde, in den Häusern Fließwasser einzubauen. Am Anfang wieder nur in einfacher Bauweise. Oftmals hatten größere Mehrparteienhäuser nur eine Dusche pro Etage. Diese war am Ende eines Ganges und die Mieter mussten sich arrangieren, wer sie zu welcher Zeit benutzte. In ihren eigenen Wohnungen besaßen sie nur ein Waschbecken.
Auf dem Land hinkte der Fortschritt etwas nach. Hier dauerte es teilweise bis nach dem Zweiten Weltkrieg bis Wasserleitungen in die Häuser installiert wurden.

In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung des Badezimmers stark gewandelt. Es soll seinen Zweck nicht mehr nur zur Körperreinigung erfüllen, sondern die Tendenz geht immer mehr in Richtung Wohlfühloase. Das hat zur Folge, daß immer mehr Augenmerk auf die Einrichtung gelegt wird. Das Badezimmer fungiert gleichzeitig als Ort der Entspannung, des Abschalten vom Alltagstrubel und zum Relaxen. Auch im Möbel Shop versucht man den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Es werden immer mehr Möbel in warmen, natürlichen Farben angeboten, sehr oft aus Holz, Bambus oder Rattan.
Bei der Einrichtung des Badezimmers setzt man auch verstärkt auf angenehme Beleuchtung und verschiedenste Pflanzen und Dekorationsartikel.
Je nach finanziellen und räumlichen Möglichkeiten schafft sich der Errichter seinen persönlichen Platz zum Erholen.

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