Immobilienfinanzierung
Wer eine Immobilienfinanzierung in Anspruch nimmt, beabsichtigt mit dem zur Verfügung gestellten Kapital den Kauf, Neubau, Umbau oder die Sanierung einer Immobilie zu finanzieren. Die Immobilienfinanzierung kann auch „nur“ für den Kauf eines Grundstücks eingesetzt werden. Wer eine derartige Finanzierung erhält, darf das Geld nicht für andere Zwecke verwenden. Eine Immobilienfinanzierung ist immer zweck- und objektgebunden. Entschließt man sich zur Aufnahme einer Immobilienfinanzierung, kann diese ein wichtiger Grundstein für die Altersvorsorge sein. Selbstgenutztes Wohneigentum gilt nach wie vor als eine sichere Kapitalanlage, man baut stabile Sachwerte auf, spart Miete und erhält im Alter mehr finanziellen Spielraum. So kann man seinen Ruhestand sorglos auf seiner sonnigen Terasse genießen.
Zur Immobilienfinanzierung steht dem Interessenten nicht nur eine Form der Finanzierung. Nein, er kann vielmehr aus mehreren Varianten wählen. Und dann stellt sich die Frage: Was gibt es für Möglichkeiten zur Finanzierung? Als klassische Variante gilt das Annuitätendarlehen. Es verspricht Zinssicherheit für meist fünf bis fünfzehn Jahre. Günstige Zinsen für bis zu 30 Jahre bieten sogenannte Sofort-Finanzierungen der Bausparkassen, die sich aus einem tilgungsfreien Darlehen und einem Bausparvertrag zusammensetzen. Bauherren sollten bei ihrer Finanzierung auch die Riester Förderung nutzen und so ihr Darlehen schneller tilgen. Eine dreiköpfige Familie zum Beispiel kann mit der Riester Förderung einen Vorteil von über 50.000 Euro erhalten.
Weiterhin kann man seine Immobilienfinanzierung zum Beispiel mit einem Bausparvertrag kombinieren. Wer nicht über ausreichend Eigenkapital verfügt, kann das Bauspardarlehen als praktische Variante der Kapitalbeschaffung nutzen. Ob man nun bereits in jungen Jahren einen Bausparvertrag abgeschlossen hat oder dies erst in späteren Jahren macht, ist dabei nicht ausschlaggebend. Es gibt inzwischen mehrere Varianten des Bausparens. So kann man sich für das Bauspardarlehen mit Ansparphase entscheiden oder das Bausparsofortdarlehen in Anspruch nehmen. Bei diesem Darlehen hat man dann auch die Möglichkeit, von zurzeit günstigen Zinsen zu profitieren.
Wer eine Anschlussfinanzierung vornehmen möchte und sich schon im Vorwege die niedrigen Zinsen am Markt sichern möchte, kann dies mit einem Forward-Darlehen erreichen. Mit einem Forward-Darlehen sichert man sich schon heute die günstigen Zinsen für die Darlehensverlängerung. Im Vorteil sind Hausbauer, die mit einem Bausparvertrag langfristig für ihre Anschlussfinanzierung vorsorgen. Sie können sich neben den günstigen Darlehens-Konditionen auch die staatliche Bauspar-Förderung sichern.
Man sollte beim Abschluss einer Finanzierung nicht nur einen Augenmerk auf die derzeitige finanzielle Situation haben. Zu schnell kann es zu unerwarteten finanziellen Engpässen durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder einen Unfall kommen. Daher sollte ein krisensicheres Finanzierungskonzept nicht nur über günstige Zinsen und Tarife verfügen, sondern auch die Absicherung vor diesen nicht planbaren Ereignissen muss mit eingeschlossen werden. Ebenso sollte man die Möglichkeit von Sondertilgungen vereinbaren. Kommt man während der Finanzierungszeit unerwartet zu Geld, macht es Sinn, dieses zur Sondertilgung einzusetzen. Dadurch sinken die Zinsen und es kann mehr getilgt werden.